Der Weg...
03. Messgeräte
03. Messgeräte
Ein Blutzucker-Messgerät....
...braucht jeder Diabetiker!
Es ist interessant, selbst sehen zu können, ob vorgeschlagene Therapien wirken, wie sich das Lieblingsessen auswirkt, wie das Glaserl Wein und wie der Sport!
Die Blutzucker-Selbstkontrolle gibt Ihnen jederzeit einen guten Überblick über Ihre Diabetes-Einstellung. Sie können auftauchende Probleme schnell selbst entdecken, anhand der Werte mit dem Arzt besprechen, mit ihm ganz genau Therapie-Änderungen festlegen und Ziele für die nächste Zeit vereinbaren.
Wie kommen Sie nun zu Ihrem Blutzucker-Messgerät?
Die Krankenkassen bezahlen Blutzucker-Messgeräte in der Regel nur den Patienten, die bereits Insulin spritzen. Wenn bei Ihnen der Diabetes erst vor kurzem entdeckt wurde, wird das meist nicht der Fall sein.
Dann können Sie sich ein Blutzucker-Messgerät selbst kaufen, die Geräte sind erhältlich in Apotheken (meist teuer!), bei Geschäften für ......... , es gibt auch einen Versandhändler in Österreich: www.medtrust.at
Medtrust hat eine informative Homepage. Im Katalog, den Sie dort bestellen können, finden Sie alle in Österreich erhältlichen Geräte abgebildet und beschrieben. Nähere Informationen bekommen Sie auch auf den Seiten der einzelnen Hersteller-Firmen.
Am besten ist's aber, Sie fragen einfach in unserer Ordination nach, wir bemühen uns sehr, unsere Patienten mit Messgeräten zu versorgen.
Wir arbeiten vorzugsweise mit modernen, schnellen Messgeräten, die möglichst kleine Blut-Tropfen brauchen. Für diese Geräte sind auch die passenden Streifen und Nadeln in der Ordination meist vorrätig, und Sie können das benötigte Material gleich mit nach Hause nehmen.
Den Weg zur Krankenkasse übernehmen wir für sie; Sie unterschreiben nur den Verordnungsschein.
Wichtig ist es, dass die Kosten für die Mess-Streifen von Ihrer Krankenkasse übernommen werden - erkundigen Sie sich vorher oder besprechen Sie das mit Ihrem betreuendem Diabetes-Team! Denn 100 Mess-Streifen kosten meist ungefähr soviel wie das Gerät, und das wird schnell sehr teuer. Bei der Wiener Gebietskrankenkasse ist die Regelung derzeit so, dass Sie, wenn Sie Diabetes haben und nicht Insulin spritzen, pro Quartal bis zu 250 Streifen beziehen können - allerdings nur Streifen für Messgeräte jener Firmen, mit denen die Krankenkasse einen Vertrag hat. Das sind aber alle namhaften Hersteller, bitte vor einem evtl. Geräte-Kauf abklären! Bei den meisten anderen Krankenkassen sind die Regelungen ähnlich, bei manchen kleineren Kassen brauchen Sie einen Brief Ihres betreuenden Arztes, warum es für Sie wichtig ist, den Blutzucker zu kontrollieren.
Wenn Sie Insulin spritzen, übernehmen alle Kassen die Kosten für das Messgerät (mit einem Selbstbehalt) und Mess-Streifen. (die Wiener Gebietskrankenkasse bis 350 pro Quartal, bei intensivierter Insulin-Therapie bis 750)
Welches Messgerät Sie verwenden, hängt am meisten davon ab, welches Ihnen gefällt und mit welchem Sie gut zurechtkommen. Es ist schwer, hier ein Gerät zu empfehlen, für manche ist es wichtig, dass das Gerät eine besonders große, gut lesbare Anzeige hat, andere schätzen die Möglichkeit der Daten-Übernahme per Datenkabel in den PC, viele schauen vor allem auf die Mess-Zeit (bei den heutigen Geräten dauert eine Blutzucker-Bestimmung 5 - 30 Sekunden),...
Damit Sie das für Sie richtige Gerät bekommen, werden Ihnen in unserer Ordination mehrere Gräte gezeigt und erklärt. Sie sollten auf jeden Fall ein Gespräch über die Bedienung des Gerätes mit Ihrem Diabetes-Betreuer führen; dabei können Sie das Blutzucker-Messen gleich üben und Tipps zum möglichst schmerzarmen Stechen ausprobieren. Denn um den Blutzucker zu bestimmen, braucht man halt leider ein Tröpfchen Blut - heute schon viel weniger als früher, das Tröpferl muss nur mehr ungefähr so groß sein wie der Kopf einer Stahl-Stecknadel, aber durch die Haut stechen muss man noch immer. Das spürt man, es ist aber wirklich nicht so schlimm wie es sich jetzt vielleicht anhört und es gibt schon Stech-Hilfen, die das alles viel leichter machen.
Wie oft Sie Ihren Blutzucker messen sollten?
Das besprechen Sie am besten mit mir, im Allgemeinen kann man sagen: während des Beginns der Behandlung, bei Problemen und falls Sie krank werden häufiger. Für die "ruhigen Zeiten dazwischen", wenn die "Einstellung passt" und Ihr Leben seine gewohnten Gang geht, hat sich bei mir bewährt, Sie zu bitten zumindest einmal pro Woche, besser zweimal, zu kontrollieren - aber bitte nicht nur den Nüchtern-Blutzucker, sondern auch Werte vor dem Mittag- und Abendessen und vor dem Schlafengehen, oder auch nach den Mahlzeiten - je nach Absprache mit Ihrem Arzt.
Und natürlich können und sollen Sie immer dann den Blutzucker kontrollieren, wenn es Sie interessiert, wie hoch der in einer Sonder-Situation ist: zum Beispiel nach einem "besonderen" Essen, einer "besonderen" Anstrengung.